Roaming am Westbalkan

In Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, im Kosovo und in Nordmazedonien gilt EU-Roaming noch nicht. Die EU hat im Juni 2026 beschlossen, darüber zu verhandeln. Einen Termin gibt es nicht. Hier steht, was jetzt gilt.

Was jetzt gilt

Mit einem österreichischen Tarif zahlst du in diesen Ländern Roaming, und zwar ab dem ersten Tag. Wie viel, steht in deinem Tarif.

38 Mobilfunkanbieter aus der EU und vom Westbalkan haben sich 2023 freiwillig verpflichtet, die Preise für Daten in beide Richtungen schrittweise zu senken: auf höchstens 14 Euro pro GB im Jahr 2026 und höchstens 9 Euro pro GB im Jahr 2028. Welche Anbieter das sind, nennt die EU-Kommission nicht. Ob dein Anbieter dabei ist, steht in seinen Roaming-Preisen.

Was sich ändern soll

Im Februar 2026 hat die EU-Kommission vorgeschlagen, den Westbalkan in „Roam like at Home“ aufzunehmen. Im Juni 2026 hat der Rat der EU zugestimmt, darüber zu verhandeln. Gelten wird die Regel erst, wenn mit jedem einzelnen Land ein Abkommen steht und das Land die EU-Roamingregeln vollständig übernommen hat. Ein amtliches Datum dafür gibt es nicht.

Unterwegs mit dem Auto

Auf dem Weg durch Slowenien, Kroatien oder Ungarn gilt EU-Roaming, alle drei sind in der EU. In der Nähe der Grenze kann sich das Handy aber schon in ein Netz auf der anderen Seite einbuchen, auch wenn du noch in der EU bist. Dann zahlst du Roaming wie außerhalb der EU. Wie man das vermeidet, steht unter „Roaming ohne Überraschung auf der Rechnung“.

Die Kostenbremse

Für Datenroaming gibt es auch am Westbalkan eine Obergrenze: knapp 50 Euro ohne Steuer im Monat, außer du hast eine andere Grenze gewählt. Bei 80 Prozent kommt eine Nachricht. Erlaubt das Netz vor Ort keine Abrechnung in Echtzeit, gilt die Grenze dort nicht. Dann bekommst du beim Ankommen eine SMS. Für Telefonate gibt es keine solche Grenze.

Drei Wege

Du fragst vor der Abreise bei deinem Anbieter nach, was Daten im Zielland kosten und ob es ein Zusatzpaket gibt.

Du kaufst vor Ort eine SIM-Karte. Was du dafür brauchst, ist von Land zu Land verschieden.

Du nimmst eine eSIM mit Datenpaket. Die richtest du noch daheim ein und bist nach der Ankunft online. Deine SIM und deine Nummer bleiben, wie sie sind. Unsere Pakete: zum Shop

Häufige Fragen

Gilt EU-Roaming in Serbien?

Nein, noch nicht. Die EU will darüber verhandeln, ein Termin steht nicht fest.

Ab wann ist Roaming am Westbalkan gratis?

Dafür gibt es keinen Termin. Gelten wird es erst, wenn mit jedem Land ein Abkommen steht und das Land die EU-Roamingregeln übernommen hat.

Was kostet ein GB am Westbalkan höchstens?

Bei den Anbietern, die sich 2023 freiwillig verpflichtet haben, 2026 höchstens 14 Euro und 2028 höchstens 9 Euro. Was dein Anbieter verlangt, steht in deinem Tarif.

Gilt EU-Roaming in Kroatien und Slowenien?

Ja. Beide sind in der EU. In Grenznähe kann sich das Handy aber in ein Netz außerhalb der EU einbuchen.

Bleibt meine Nummer erreichbar, wenn ich eine eSIM dazunehme?

Ja. Die eSIM kommt zusätzlich aufs Handy. Deine SIM und deine Nummer bleiben.

Stand: 10. Oktober 2026. An den Quellen nachgelesen am 10. Oktober 2026.

Quellen: EU-Kommission, Vorschlag vom 25. Februar 2026 (Englisch) · Rat der EU, Pressemitteilung vom 4. Juni 2026 (Englisch) · EU-Kommission, Datenroaming zwischen Westbalkan und EU, 3. Mai 2023 · EU-Roamingverordnung (EU) 2022/612, Art. 14 · Your Europe, Roaming in der EU